LONGi gibt Geschäftsergebnisse für erstes Halbjahr 2023 bekannt 

Globale Neuigkeiten
2023.9.25
  • Im ersten Halbjahr 2023 erzielte LONGi einen Umsatz von 8,208 Milliarden Euro (64,652 Milliarden chinesische Yuan)*  
  • Weltweit wurden monokristalline Wafer mit einer Kapazität von 52,05 GW und monokristalline Module mit einer Kapazität von 26,64 GW ausgeliefert  
  • Rückkontakt-Technologie gilt als die Zukunft bei PV-Modulen  

LONGi, der weltweit führende Hersteller von Solartechnologie, veröffentlichte die Geschäftsergebnisse für das erste Halbjahr 2023. In diesem Zeitraum erwirtschaftete LONGi einen Umsatz von 8,208 Milliarden Euro (64,652 Milliarden CNY)*, 28,36 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der den Aktionären des börsennotierten Unternehmens zurechenbare Nettogewinn betrug 1,165 Milliarden Euro (9,178 Milliarden CNY)*, ein Anstieg von 41,63 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit über 0,7 Milliarden Euro (5,5 Milliarden CNY)* im zweiten Quartal lag das Nettogewinnwachstum im ersten Halbjahr 2023 erheblich über dem Umsatzwachstum. Somit ist es das beste Einzelquartal in der gesamten Geschichte des Unternehmens, was die Wettbewerbsfähigkeit von LONGi erneut untermauert.

Angesichts des rapiden Rückgangs der Upstream-Preise des polykristallinen Siliziummaterials im ersten Halbjahr 2023, unterlagen die Preise der gesamten industriellen Wertschöpfungskette einem Abwärtstrend. Unternehmen mit einem umfassenden globalen Wettbewerbsvorteil und einer stabilen Geschäftstätigkeit werden sich in dieser Phase des industriellen Zyklus als widerstandsfähiger erweisen.  

Der Wert des Siliziummaterials erholt sich, die Rentabilität der Industrie steigt 

Die von der Photovoltaikindustrie im Upstream produzierten neuen Siliziummaterialien wurden im Laufe der ersten sechs Monate des Jahres freigegeben und senkten die Kosten der Branche, was das starke Wachstum der Photovoltaikindustrie förderte und für eine stabile starke Nachfrage im Markt für Endanwendungen sorgte. Die Gewinne dehnten sich auf die gesamte industrielle Wertschöpfungskette aus und lösten einen Aufwärtstrend der Produktionsplanung aus.

Im ersten Halbjahr 2023 erreichte LONGi bei monokristallinen Siliziumwafern ein Liefervolumen von 52,05 GW, davon 22,98 GW für den externen Verkauf und 29,07 GW für den internen Gebrauch. Bei monokristallinen Solarzellen betrug das Liefervolumen des Unternehmens 31,50 GW, davon 3,28 GW für den externen Verkauf und 28,22 GW für den internen Gebrauch. LONGi lieferte monokristalline Module mit einem Volumen von insgesamt 26,64 GW – 26,49 GW für den externen Verkauf und 0,15 GW für den internen Gebrauch. Gleichzeitig führte der erneut steigende Wert beim Siliziummaterial zu einer signifikanten Erholung der Investitionsrendite von PV-Kraftwerken.  

Beschleunigung der technologischen Entwicklung stellt Rückkontakt-Technologie in den Vordergrund 

Die derzeitige technologische Entwicklung bei Photovoltaiksolarzellen ist tiefgreifend. Dabei hat sich ein Schritt-für-Schritt-Entwicklungspfad etabliert. Die Hauptrichtung der technologischen Entwicklung nach PERC umfasst TOPCon-, HJT-, BC-Zellen usw. Auch wenn TOPCon-Zellen das Stadium der Massenfertigung und flächendeckenden Expansion erreicht haben, glaubt die Industrie vermehrt, dass TOPCon eine Übergangstechnologie und Rückkontakt-Zelltechnologie die Zukunft ist.  

Die Hi-MO 6-Module mit Rückkontakt-Technologie bringen einen Mehrertrag von 5 % gegenüber konventionellen TOPCon-N-Typ-Modulen 

Das PV-Modul Hi-MO 6 basiert auf der hocheffizienten HPBC-Zelltechnologie und wurde für den Markt der privaten und gewerblichen Aufdachanlagen entwickelt. HPBC steht für Hybrid Passivated Back Contact Cell. Ihre leitungs- und anschlussfreie Vorderseite verbessert die Effizienz, die Langlebigkeit und die Ästhetik. Mit einer Effizienz von bis zu 23,3 % und einer Modulleistung von 88,9 % nach 25 Jahren erobert sich das Modul Hi-MO 6 von LONGi seinen Platz als PV-Modul der nächsten Generation. Was die Leistung angeht, so bietet das Modul Hi-MO 6 eine signifikant höhere Moduleffizienz. Die Simulationen der typischen regionalen Stromerzeugung auf der ganzen Welt zeigen einen durchschnittlichen Mehrertrag von 5 % gegenüber konventionellen TOPCon-N-Typ-Modulen. Zur Verbesserung der Langlebigkeit verfügt das Modul Hi-MO 6 über eine einbahnige Rückkontakt-Schweißstruktur, die die Widerstandsfähigkeit gegenüber Mikrorissbildung effektiv erhöht. Die Ränder der HPBC-Zellen müssen nur einem Druck von 26 MPa standhalten, während konventionelle Zellen einer Belastung von 50 MPa ausgesetzt sind.  

„LONGi hat massiv in die Entwicklung seiner eigenen HPBC-Rückkontakt-Technologie investiert, weil wir glauben, dass dies die Zukunft von Aufdachanlagen ist, was Effizienz, Langlebigkeit und niedrigere LCOE betrifft“, erläutert Nick Wang, Vizepräsident von LONGi EU (DG). „Seit der Markteinführung der Modulreihe Hi-MO 6 im November 2022 in Europa nimmt die Nachfrage deutlich zu – insbesondere für große gewerbliche und landwirtschaftliche PV-Anlagen. Die weltweite Produktionskapazität für unsere HPBC-Rückkontakt-Technologie liegt bei 30 GW“, fügt Wang hinzu.  

Im Juli 2023 erhielt die Produktreihe Hi-MO 6 die CERTISOLIS-Zertifizierung für einen niedrigen CO2 -Fußabdruck. Die Ergebnisse übertrafen die CRE-Anforderungen. Die Zertifizierung belegt die Nachhaltigkeit des Hi-MO 6 und seinen niedrigen CO2-Fußabdruck. Der Wert ist um bis zu 19,9 % besser als es die CRE-Anforderungen vorsehen. Es unterstreicht LONGis Bestreben, umweltfreundliche Solarmodule zu produzieren.  

LONGi investiert massiv in Forschung und Entwicklung und bringt so die Entwicklung zukünftiger Technologien für die gesamte PV-Industrie voran 

Von 2012 bis zum ersten Halbjahr 2023 investierte das Unternehmen über 2,540 Milliarden Euro (20 Milliarden CNY)* in Forschung und Entwicklung. Das sind die höchsten FuE-Ausgaben in der PV-Branche. Erst vor kurzem bestätigte die European Solar Test Installation (ESTI) LONGis Ergebnisse bei kristallinen Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen auf kommerziellen CZ-Wafern, bei der LONGi eine Umwandlungseffizienz von 33,5 % erreichte.  

LONGi bestätigt zudem, dass sich mehrere hocheffiziente Technologien und Produkte des Unternehmens im Bereich Solarzellen bereits in der Entwicklungs- und Pilotphase befinden. Das Ziel besteht darin, hocheffiziente Technologien unter niedrigen Produktionskosten schnell zur Marktreife zu verhelfen und sie damit massenmarktfähig zu machen.  

Die PV-Industrie expandiert und rationalisiert  

Nach Angaben von Branchenverbänden erreichte der Gesamtexport von Photovoltaikprodukten im ersten Halbjahr 2023 einen Wert von 28,92 Milliarden USD, was einem Anstieg von 11,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. In der Branche wird allgemein davon ausgegangen, dass wichtige Märkte wie China, Europa, die USA, Indien und Brasilien die treibenden Kräfte hinter dem Anstieg der weltweiten Photovoltaiknachfrage im Jahr 2023 sein werden. Man geht zudem davon aus, dass die Region Naher Osten mit Blick auf das Wachstum installierter Kapazitäten den europäischen Markt überholen werden. LONGi ist an Projekten in Nahost und weiteren Regionen beteiligt. 

Die Wertschöpfungskette der Photovoltaikindustrie umfasst vier Hauptbereiche: Siliziummaterialien, Siliziumwafer, Siliziumzellen und -module. Auf Basis der prognostizierten Daten verschiedener etablierter Institutionen wird die Produktionskapazität dieser vier Bereiche bis Ende 2023 800 GW übersteigen. Das internationale Handelsumfeld erfährt derzeit eine Wandlung, bei der mehr lokalisierte Lieferketten und zunehmend komplexere Handelsbarrieren gegenüber der chinesischen Photovoltaikindustrie entstehen, was zu Unsicherheiten hinsichtlich der Importe von Photovoltaikprodukten in internationalen Märkten wie den USA, Europa und Indien führt.

Die Unsicherheit in den Überseemärkten hat zu einem industriellen Wettlauf um Kunden und Aufträge geführt. Angesichts des derzeitigen Branchenzyklus und der Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung arbeitete LONGi im Berichtszeitraum weiter daran, den Geschäftsbetrieb effizienter und stabiler zu machen, um operative Risiken zu vermeiden. Ende Juni 2023 betrug das Verhältnis zwischen Aktiva und Passiva des Unternehmens 55,99 %. Im Vergleich zum branchenüblichen Verhältnis zwischen Aktiva und Passiva von 70 % und mehr bedeutet dies, dass LONGi weiterhin eine gute Schuldentilgungsfähigkeit hat. Die Lagerumschlagsdauer sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 um 13 Tage. Zudem nimmt die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte von LONGi angesichts der intensiven technologischen Weiterentwicklung zu.  

Vor kurzem veröffentlichte „PV-Tech“ den „PV ModuleTech Bankability Ratings Report“ für das zweite Quartal 2023. LONGi wurde erneut in der höchsten Kategorie „AAA“ eingestuft. Es erhielt damit 14-mal in Folge diese Einstufung. Das unterstreicht die herausragende Leistungsfähigkeit des Unternehmens in Verbindung mit seinen Produkten und Dienstleistungen, aber auch seiner Finanzkraft und Stabilität. 

*Wechselkurs: 1 EUR = 7,8771 CNY, 30. Juni 2023, People’s Bank of China